2016 = 2 + 1 + 6 = NEUN

Die weise und starke Neun” schließt die Reihe der Grundzahlen ab, denn die Zehn ist eine Wiederholung der Zahl Eins auf höherer Ebene. Sie gilt als eine Vollendungszahl in geistiger und spiritueller Hinsicht  - die Zahl der Initiation.

Wenn wir nun die Kraft dieses Lichtfeldes der 9 betrachten, erkennen wir, dass wir mit 2016 nun an jenem Meilenstein auf dem “Weg des Reisenden zum Licht” angekommen sind, an dem es etwas zu vollenden gilt, das der Wahrhaftigkeit bedarf. Es ist jene großartige Zeitqualität, in dem wir unsere eigene Schöpferkraft realisieren und anerkennen „könnten“. Auf dieser Suche nach Wahrheit und Erfüllung gilt es nun zwangsläufig „aufzuwachen“ und sich in sein Innerstes zu begeben. Das bedeutet manche Oberflächlichkeit und Bequemlichkeit mit dem Strom zu schwimmen zu verlassen. Mit dieser Einkehr in die Stille wird der Mensch zum “Eremiten”. Der Dienst des Eremiten sieht vor, seine großen Einsichten aus der Tiefe des Kristallraumes seines Herzens zu empfangen und unbeirrbar in die Welt zu tragen.


Es gilt die alten Pfade der Traditionen zu verlassen, alle verstandesmäßigen Vorstellungen, nur als ein der Wahrheit davorgestelltes Gebäude zu erkennen und seine glanzvolle Individualität als Lichtwesen „zu pflücken“ und lebendig werden zu lassen. Dies entspricht dem heilsamen Schock der Zahl 20 (Halle der Geburt!) und 16 (der Turm – ein Weltbild bricht zusammen!). Diese immer wiederkehrende “Einkehr des Eremiten” bewirkt die erforderliche Begegnung mit der eigenen Schattenwelt - ein mutiges Betrachten von manchen eigenen Rollenspielen des Selbstbetruges, oder von “Altem”, was nach Wahrheit, Versöhnen, Einklang und nach Abschluss ruft. Eine Notwendigkeit, um alte versteckte Strukturen von Macht und Manipulation zu erkennen und loszulassen. Denn nur so geschieht der Schritt in das Neue - das Einswerden mit der Ursprünglichkeit und Kreativität des Herzens im Einklang mit der göttlichen Ordnung.

Im Lebensbaum der Kabbala kommuniziert die Zahl 9 mit dem Pfad JOD. Dieser Name bedeutet soviel wie “Hand”, und weist auf die tätige, handelnde Hand hin, die für die zupackende Aktivität steht, die sichtbare Veränderung schafft - die Hand des Schaffens. Auf diesem Pfad wird auch die Fähigkeit verlangt allumfassend zu “dienen”, und Erkenntnisse geduldig reifen zu lassen. Es gilt also ein neues Weltbild zu „schaffen“, d.h. zu erkennen was wirklich sich durch des Menschen Hand aus dem Geistigen erschaffen möchte. Das bedeutet aber eine „Arbeitsfreistellung“ für unseren Verstand, der ja unermüdlich „glaubt“ schaffen zu müssen und davon überzeugt ist, dass er „weiß wie’s geht“.

Paradox für unsere Verstandesstruktur fordert 2016 ein geduldiges „sich Zurücklehnen“ und das Leben aus dem Blickwinkel der „lichten Instanz“ zu „schauen“ und dann erst zu handeln. Das fällt unserem Verstand möglicherweise sehr schwer sich daran gewöhnen zu müssen!

Wir dürfen also sowohl von Rückzug aus der Materie der oberflächlichen Welt, aber auch von einem sich Aufrichten, Stellen zu seiner wahren Identität und Abwenden von den zerstörenden Traditionen des Patriarchats sprechen. Lässt auch die genannte 16, die dem Turm im Tarot zugeordnet ist, wohl erahnen, dass alles zerbrechen muss, was ein einer nur aus dem Verstand erschaffenen Attrappe entspricht, und irrtümlich seit Generation als Wahrheit „angebetet“ wird. Diese schließlich krankmachende Lebensart behindert das Wachstum des Seelenauftrages eines Menschen. Nur durch eine wiederkehrende Einkehr in die Stille wird jedem Einzelnen die Kraft verleihen, sich diesem Befreiungs- und Vollendungsakt dieses Jahres 2016 zu stellen.

Womöglich sind wir jetzt an jener Schwelle angekommen, wo nun das Bekennen zu unserer eigenen Wahrhaftigkeit und der

Dienst des “Friedensboten

gefordert ist. Rückzug darf hier nicht als Lebensflucht verstanden werden, sondern einzig und allein als Akt der Einsicht in einem tiefgreifenden Reifeprozess, in dem sich nun etwas Großes vollenden will. Je tiefer der Mensch in sein Herz eintaucht, desto unumstößlicher und klarer formt  sich der Dienst des Eremiten in ihm. Er ist jener, der mitten am “Marktplatz des Lebens”  in seiner lichtvollen Präsenz “dient”. Er weiß um die “Gleich-Gültigkeit” aller Ereignisse und “unbeeindruckt” von der traditionell gepflegten Struktur bleibt er mit seiner schaffenden Hand im Dienste des Großen und Ganzen - der Geistigen Welt.

Vollendet sich der Prüfgang der NEUN, dann aufersteht das “Kristallherz” im Menschen, das Einfügen in den göttlichen Bauplan „geschieht“ und die Menschheit erhebt sich aus der Gefangenschaft einer jahrtausendealten  „Komawolke“. An diesem Punkt geschieht ein sich „Erinnern“ an das wahre Potential, und die Saat des Lebens jedes Einzelnen beginnt zu keimen, zu blühen und zu reifen.

Denn, wir alle kennen wohl diesen großartigen Satz der spirituellen Meister:

„Nur vollendet werden wir entlassen!“

Ich wünsche uns allen für diesen im Raum stehenden Gipfelsturm des Jahres 2016 das nötige Verstehen, dieBewusstheit, die Akzeptanz, den entsprechenden Schutz, die Ausdauer und ganz viel Stabilität und Liebe am Weg um bei dieser einzigartigen Veränderung zeichensetzend teilhaben zu können.